Jesus gives me the power to face anything! Phil. 4,13

Race the Night 2010

SRSteamextreme_Biking beim 4. 24h Downhill „Race the night“

Zum vierten Mal ging am Wochenende vom 7. Auf den 8. August das einzigartige 24 Stunden Downhillrennen in Semmering / Österreich über die Bühne. Vorstellen kann man sich das so, dass tatsächlich von Samstagmittag bis Sonntagmittag auf der Strecke durchgehend gefahren wurde. Und zwar von allen 120 Teams gleichzeitig. Es gab verschiedene Wertungsklassen. Man konnte den Event als Einzelstarter bestreiten, als Duo, Vierer- oder Sechserteam. Gewechselt wurde nach eigenem Ermessen. Pausen darf man natürlich so viele und so lange machen, wie man möchte. Gewonnen hat dann das Team, welches die meisten Abfahrten absolviert hat.

Nur eines sollte man nicht tun: Als Zweierteam ohne einen Betreuer an den Start gehen. So geschehen und durchgezogen von zwei Marburger Downhillanfängern. Der Donut und sein Bikekollege Andre hatten sich vorgenommen, ihre Racekarriere mit diesem Rennen zu starten. Am Freitagabend nach zehnstündiger Fahrt angekommen wurde ersteinmal das Lager bezogen und anschließend die Strecke abgelaufen. Diese hielt nun wirklich keine angsteinflößenden Passagen bereit. Das obere Drittel bestand aus einem Wiesenzickzack, der Rest des Downhills aus sandigen Anliegern, Sprüngen und einem kurzen Waldstück.

Am Samstagmorgen ging es dann für eine gute Stunde zum Training auf die Strecke – Trocken. Dann gab es eine kurze Fahrerbesprechung, bei der unmissverständlich geklärt wurde, wie z.B. Fahrerwechsel und Überholmanöver abzulaufen haben. Ebenfalls Trocken. Halb 12 dann die Startaufstellung. Gestartet wurde in einem Le Mans Start, d.h. alle Fahrer der 120 Teams, die die erste Etappe fuhren sprinteten hundert Meter zu den Bikes, ehe es ans Fahren ging. Leichter Nieselregen. Pünktlich zum Start hatte es dann richtig angefangen zu regnen. Unser Freund der Regen blieb dann auch die nächsten acht Stunden. Und dann brach dem Marburger Team der nicht vorhandene Betreuer die Speichen. Die Strecke glich seit der ersten Abfahrt einem Sturzbach und es war schwer, brauchbare optische Informationen durch den braunen Schleier auf der Brille herauszufiltern. Manche Teams wechselten pro Runde die Brille an der Gondelstation oder bekamen vom Betreuer Taschentücher zugereicht. Andre und Donut mussten sich mit Fahren und Betreuen abwechseln. Das war für beide irgendwie doof, denn wenn der gerade betreuende Fahrer sein Fahrrad zu reparieren hatte, konnte der fahrende Betreuer seine Brille nicht mehr benutzen. Derjenige, der gerade nicht fuhr  kam auch nicht zum Pause machen, fror und hatte Stress. Das alles führte dazu, dass nach 8 Stunden erstmal eine lange Pause von den beiden eingelegt wurde. 2 Stunden später ging es dann doch vorerst in die Augenklinik nach Wiener Neustadt, der Donut hatte sich durch den ganzen Schlamm und Dreck in den Augen eine Bindehautentzündung zugezogen. Erst vier Uhr morgens war das Team dann wieder am Start. Aber es wurde ein wunderschöner Morgen. So richtig mit Sonnenschein und Trockenheit. Am Ende belegte das Team aus Mittelhessen überraschend den 9. Platz von 26 Startern in der 2er Wertung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die beiden so ziemlich ins kalte Wasser geschmissen wurden. Erstes Rennen, kaum Ahnung vom Matschekneten und ohne Betreuer unterwegs. Trotzdem superzufrieden und heiß darauf, nächstes Jahr wieder anzugreifen.

Dank an Gott, der seine Hand über allem hielt und diesen ganzen verrückten Luxus überhaupt erst möglich macht.

Super geniale Bilder gibt es hier!

Kommentare

One Response to “Race the Night 2010”
  1. Alex sagt:

    Alter sacht doch mal Bescheid, dä wär ich evtl. mit an den Start gegangen bzw. hätte den Betreuer gespült

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