Bike – Sebastian Donath

Sebastian Donath

 
Geb. 17.6.1987
Wohnort: Marburg
Downhill, Dirtjump

1. Wenn du eine berühmte Persönlichkeit sein könntest, wer wärest du?

Puh, schwierig, irgendwie wär` ich gar nicht so gern jemand anderes. Wenn, dann müsste es jemand sein, der trotz des Rummels um seine Person am Boden geblieben ist und seine „Normalität“ nicht verloren hat. Und dann müsste der Ruhm auf selbstlosen (oder heldenhaften?) Taten der Person fußen, die einen höheren Zweck für die Menschheit haben, als z.B. einfach nur Entertainment oder sportliche Vorbildfunktion. Wenn ich aber an Personen wie Nelson Mandela oder Graf von Stauffenberg denke, wird mir schnell das übergroße Opfer bewusst, dass sie gebracht haben. Könnte ich das leisten?

2. Erzähl uns von deinem letzten wirklich verrückten Erlebnis!

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass meine wirklich verrückten Erlebnisse schon etwas zurückliegen. Was vielleicht darunter zählt sind die jährlichen 24-Stunden-Downhills, an denen ich seit einigen Jahren teilnehme. Da denkst du dir vorher: „Ach ja, das passt schon, zur Not rolle ich halt nur noch gemütlich runter.“ Letztendlich ist es dann doch immer so, dass du dich viele, viele Abfahrten quälst, weil echt das Letzte von dir gefordert wird. Dir wird dann so ziemlich alles egal und du fragst dich, wer diesen Sport und dieses Rennformat überhaupt erfunden hat und ob du jemals wieder Spaß am Radfahren haben wirst…

3. Welchen Traum hast du in deinem Leben noch nicht verwirklicht?

Mein Leben ist im Moment noch ziemlich „dynamisch“. Ich bin die letzten Jahre von Station zu Station gereist. Das ist auch absolut ok so, ich bin sehr froh darüber. Aber ich freue mich auch darauf, sagen zu können: Hier werde ich längere Zeit bleiben, hier werde ich, wie man so schön sagt, Wurzeln schlagen.

4. Wie viele Fahrräder hattest du in deinem Leben schon?

Alle Gurken eingeschlossen: 10.

5. Wann und warum hast du das letzte Mal geweint?

Noch nie! Ok, ehrlich gesagt ist es noch nicht so lange her. Es kommt schon mal vor, dass mir bei einem Film die Augen ein bisschen tränen. Das muss dann aber bestimmt an meiner Hausstauballergie liegen…

Emotionale Bereiche, im Rahmen derer auch hin und wieder Tränen mit im Spiel sind, sind dann vor allem die Beziehung zu meiner Frau und meiner Familie.

6. Bewerte auf einer Skala von 1-10 (10=gut; 1=schlecht) deine „realness“ (zu deutsch: Authentizität)

Acht. Ich bin schon recht „real“. Aber manchmal finde ich es dann doch, im wahrsten Sinne, einfacher, schnell `ne Maske drüber zu ziehen. Und, klar habe auch ich Schwächen, die ich nicht jedem auf die Nase binden will. Man hat ja so schnell seine Rolle zugewiesen und dann hängt an der „Realness“ auch immer dein Image.

7. Warum dieser Jesus?

Die wichtigste Konstante in meinem Leben! Jesus zeigt mir wie Gott ist. Er zeigt mir durch sein Vorbild, wie ein gutes Miteinander funktionieren kann. Er gibt mir die Sicherheit in meinem Leben, die ich nirgends sonst finden kann. Ich bin mir sicher: Wenn alles den Bach runter geht, meine Beziehungen, meine Gesundheit, meine finanzielle Lage, mein Job, mein Radfahren – Jesus bleibt. Weil er über dem allen steht!

Er ermöglicht mir, unverdient!, eine Beziehung zu dem, der alles in der Hand hat. Und das obwohl ich keineswegs perfekt bin.

Ich glaube, dass Jesus aufs äußerste daran interessiert ist, dass auf der Welt bessere und gerechtere Zustände herrschen. Das begeistert mich.

8. Bist du ein Hipster? Wenn nein, warum?

Da Hipster jedoch selbst eine Subkultur, d.h. eine größere Ansammlung gleichgerichteter Menschen, bilden, geht deren angestrebte Individualität durch die weite Verbreitung dieser Gleichartigkeit wieder verloren.